Salzburg: Bäuerinnen übergeben Erntekrone an Landtag
Ohne eine ergiebige Ernte war früher ein Überleben im Winter nicht möglich. "Durch die große Vielfalt und die Überproduktion verlieren unsere Lebensmittel oftmals an Wertschätzung. Mit der Übergabe der Erntekrone an die Salzburger Landesregierung wollen die Landwirtschaftskammer Salzburg, die Bäuerinnenorganisation und die Landjugend Bewusstsein für regionale Lebensmittel schaffen und auf die grundlegende Bedeutung der heimischen Landwirtschaft hinweisen“, erklärte Landesbäuerin Claudia Entleitner im Salzburger Landtag. Die Initiatorin dieses Projektes ist um den stetigen Austausch und den Dialog mit der Gesellschaft sehr bemüht: "Unser Land, die Kulturlandschaft und das Brauchtum werden geprägt durch die Land- und Forstwirtschaft. Das Wissen um die Lebensmittelproduktion muss in der Bevölkerung besser verankert werden, denn durch jeden Einkauf entscheiden wir uns für eine Produktionsweise und geben gleichzeitig den neuen Produktionsauftrag.“
Seit über 300 Jahren existiert der Brauch, sich für die Ernte zu bedanken. Ursprünglich wurde von den Bauern ein geflochtener Ährenkranz an die Arbeiter übergeben und ein Festessen veranstaltet. Der Kranz ist geblieben, hinzu kam die Krone. Während der Kranz ohne Anfang und Ende für die Ewigkeit steht, symbolisiert die Krone die Macht und Abhängigkeit von der Natur, der man als Landwirtin und Landwirt ausgeliefert ist. Die Salzburger Landjugend hat heuer in den Gemeinden wieder viele Erntekronen gebunden. "Die Erntekrone soll uns daran erinnern, wie wertvoll Lebensmittel aus der Region sind. Sie zeigt, wie wichtig die Landwirtschaft und die Arbeit der Bäuerinnen und Bauern für die Lebensmittelversorgung und die Erhaltung der ländlichen Kulturlandschaft in Salzburg sind. Wir als Landjugend wollen diese bereits alte Tradition nicht vergessen und von Generation zu Generation weitergeben“, so Claudia Frauenschuh, Landesleiterin der Landjugend Salzburg.